Zusammenhalt

Heute möchte ich euch meinen Freund Madhu etwas näher vorstellen. Auch an ihn habe ich einen Teil eurer Spenden überwiesen und bin voller Respekt vor seiner Arbeit.

Madhu ist Lehrer. Am Sonntag wurde in den vom Erdbeben betroffenen Regionen der Schulbetrieb wieder aufgenommen. In der Zwischenzeit hat Madhu mit seinen Freunden und Kollegen Großartiges geleistet. Auf ihren Motorrädern und ganz viel zu Fuß sind sie in entlegene Gebiete vorgedrungen und haben eine ‚Bestandsaufnahme‘ gemacht, um eine grundlegende Versorgung der Menschen und sinnvolle Hilfe zu organisieren.

Eigentlich wäre dies ja der Job der Regierung gewesen, aber die Politiker haben es  vorgezogen, sich mit Hilfsgütern zu bereichern und erstmal unterzutauchen. Die Menschen sind auf sich allein gestellt und wissen nicht, was im Falle einer Katastrophe zu tun ist. Deshalb hat Madhus Bruder eine kleine Organisation gegründet, wo die verschiedensten Hilfsleistungen koordiniert werden.

Ein Team von Ärzten hat sich zusammengefunden, welches sich um die medizinische Notversorgung kümmert. Junge starke Männer haben sich in Gruppen formiert, um den Trümmern zu Leibe zu rücken und diese so gut es geht zu sortieren, um davon die Häuser wieder aufzubauen. Wieder andere Männer haben begonnen, Notunterkünfte aus Bambus zu zimmern, die mit Wellblech belegt ein halbwegs sicheres Obdach bieten. Die Frauen haben sich um Nahrungsmittel gekümmert und für die Arbeiter gekocht. Und während all dieser Aktivitäten gab es immer wieder Nachbeben… bis heute ist die Erde in Nepal noch nicht zur Ruhe gekommen.

Die starken Regenfälle, die die Monsunzeit ankündigen, erschweren die Arbeiten genauso wie die große Hitze. Madhu schrieb mir, dass er und seine Freunde die nächsten Wochen immer früh morgens vor dem Unterricht für 3-4 Stunden den Bedürftigen helfen. Unvorstellbar, was diese Menschen leisten!

Heute erst hat er gemeinsam mit seinem Kollegen Ram, den ich auch persönlich kenne, für die Familie eines seiner Schüler eine Hütte gebaut hat. Die Familie war schon immer sehr arm und hatte nach dem zweiten Erdbeben nun wirklich alles verloren. Ich bin total stolz auf meine Freunde in Nepal, die sich so unermüdlich um ihre Landsleute kümmern.

Und ich bin überaus glücklich und dankbar, dass durch Eure Spenden diese konkrete Hilfe möglich ist!

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