Ein Teufelskerl!

Mein Freund Babu ist ein Teufelskerl! Nicht nur, dass er mit seinem Gleitschirm schier Unmögliches möglich macht. Er unterstützt seine Landsleute nach dem Erdbeben auf eine Art und Weise, die meinen größten Respekt verdient.

Babu lebt mit seiner Familie in Sirkot, eine Tagesreise westlich von Kathmandu gelegen. Sein Herz jedoch ist noch immer im Distrikt Ramechhap, wo er geboren wurde und seine Kindheit verbracht hat. Und genau diese Gegend ist eine der vom Erdbeben am stärksten betroffenen Gegenden. Für Babu ist es eine Selbstverständlichkeit, seinen Landsleuten in dieser schweren Zeit zu helfen.

Allerdings ist dies ein wirklich schwieriges Unterfangen, da beide Orte rund 400 Kilometer voneinander entfernt liegen. Hier in Deutschland ein Katzensprung auf der Autobahn, in Nepal eine mehrtägige Reise. Aber davon läßt sich Babu und sein Team nicht abschrecken. Im Akkord fahren sie mit Babus Jeep und einem gemieteten LKW ständig hin und her, um Hilfsgüter nach Ramechhap zu bringen. Ein paar Freunde helfen direkt vor Ort bei der Beräumung der Trümmer und dem Aufbau von Notunterkünften, die anderen aus seinem Team bewerkstelligen den zeitaufwendigen Transport.

Da sich Ramechhap direkt über die ‚Foot Hills‘ des Himalayas erstreckt, kann selbst der Jeep nicht bis zu den zerstörten Dörfern vordringen. Also müssen sämtliche Hilfsgüter -egal ob Baumaterial, Generatoren und Geräte oder Lebensmittel und Trinkwasser- die letzten Kilometer auf den Rücken der Menschen transportiert werden. Und das alles bei Temperaturen von um die 30 Grad! Die starken Regengüsse, die den Monsun ankündigen, erschweren die Arbeit zusätzlich.

In den zerstörten Dörfern leben sehr viele Kinder. Einige von ihnen haben ein, manchmal sogar beide Elternteile verloren. Der Zusammenhalt in den Familien ist sehr groß, so dass die Kinder bei Verwandten untergekommen sind. Babu und seine Jungs beginnen nun, nach und nach die kleinen Dorfschulen wieder aufzubauen, damit die Kinder durch die bald wieder einkehrende Schulroutine eine gewisse Sicherheit spüren und neue Hoffnung schöpfen können.

Einen Teil Eurer Spenden habe ich in Babus Projekt einfließen lassen, um diese großartige Arbeit zu unterstützen. Babu hat mir diese Bilder geschickt und mich gebeten, Euch seinen herzlichsten Dank und den Dank seiner Landsleute auszurichten.

Das tu ich gerne und schließe mich voller Dankbarkeit an!

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