Endlich wieder Unterricht!

Es ist nahezu unglaublich, was meine Freunde in den letzten Tagen wieder geleistet haben!

Gerade die Kinder in den entlegenen Bergregionen wurden durch das schwere Erdbeben aus ihrem zwar armen, aber behüteten Leben gerissen. Viele von ihnen haben neben dem Obdach auch Eltern oder Verwandte verloren. Die Jugendlichen und Erwachsenen sind mit der Trümmerberäumung und dem Aufbau von Unterkünften beschäftigt. Für die Kinder jedoch gibt es nichts zu tun. Unbeschwertes Spielen ist nicht möglich, da überall Gefahren lauern. Für Kinder in wohlhabenden westlichen Ländern kaum vorstellbar, dass sich ihre Altersgefährten in solch armen Ländern wie Nepal nach der Schule sehnen. Ich habe es selbst ganz oft auf meinen Reisen erlebt, wie lernfreudig und strebsam selbst die Kleinen schon sind.

Offiziell wurde in Nepal am 31.Mai der Schulbetrieb wieder aufgenommen. Was aber in Gegenden, wo alle Schulen zerstört sind? Tashi und sein Team haben genau dort mit ihrer Hilfe angesetzt. Sie haben große Wassertanks in die Berge geschleppt und Leitungen verlegt, um eine Grundversorgung mit Nutzwasser zu gewährleisten. Sie befestigten an den Hängen größere Plateaus, um auf den so gewonnenen Plätzen temporäre Schulen zu errichten. Sie karrten Lehrbücher, Schiefertafeln und Whiteboards in die Dörfer, damit die Lehrer bald wieder unterrichten können.

Ein Cousin von Tashi ist Händler und konnte für alle 200 Kinder der zerstörten Haibung School in Sindhupalchowk Schulrucksäcke organisieren. Tashi besorgte noch Hefte und Stifte und füllte jeden der Rucksäcke mit einer kleinen Grundausstattung. Bei der Verteilung dieser Schätze herrschte die reinste Volksfeststimmung im Dorf. Die Kinder, aber auch ihre Angehörige, sind überglücklich und dankbar, dass nach der furchtbaren Katastrophe wieder eine gewisse Normalität Einzug hält. Diese tägliche Routine gibt den Kindern Halt und Hoffnung zugleich.

Ist es nicht wunderbar, in diese strahlenden Kinderaugen zu sehen!  Tashi hat ihnen erzählt, dass all dies durch Eure Spenden erst möglich wurde. Er selbst, aber auch die ganze Dorfgemeinschaft, ist tief berührt von Eurer Unterstützung und bedankt sich bei Euch von ganzem Herzen!

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